Bergwandern- die Alternative zum Motorradfahren in den Alpen?
Val d' Anniviers im Wallis
Geographie
Höchster Punkt: die Dufourspitze mit 4.634 Metern
Tiefster Punkt: 372 m.ü.M. am Genfersee
Das Wallis besteht (mit Ausnahme eines kleinen Gebiets jenseits des Simplonpasses) aus dem Tal der Rhone (Rotten) vom Rhonegletscher bis zum Genfersee und den Seitentälern. Im Norden liegen die Berner und Waadtländer Alpen, im Süden die Walliser Alpen mit den höchsten Bergen der Schweiz (Mischabel- und Monte-Rosa-Massiv). Die höchsten Berge der Walliser Alpen sind die Dufourspitze mit 4634 m.ü.M. (höchster Berg der Schweiz), Dom 4545 m.ü.M. (höchster ganz auf Schweizer Staatsgebiet liegender Berg), Liskamm 4527 m.ü.M., Weisshorn 4505 m.ü.M., Täschhorn 4490 m.ü.M. und das Matterhorn 4478 m.ü.M. Mit dem Aletschgletscher, dem Gornergletscher und dem Walliser Fieschergletscher befinden sich im Wallis die drei grössten Gletscher der Alpen.
Durch den Schutz der umliegenden Berge ist das Haupttal des oberen Wallis, aber auch das untere Vispertal ausgesprochen trocken und warm (Steppenklima). Die Wasserversorgung wird vielerorts durch schon im Mittelalter angelegte Wasserleitungen (Suonen, Bisse) gewährleistet.
Im Oberwallis (östlich von Sierre, deutsch Siders) wird deutsch bzw. ein höchstalemannischer Dialekt gesprochen (siehe auch Walliserdeutsch), im Unterwallis (westlich von Sierre) spricht man französisch bzw. teilweise noch frankoprovenzalische Mundart. Die natürliche Sprachgrenze bildet nördlich der Rhône der kleine Bach Raspille zwischen Sierre und Salgesch. Südlich der Rhône wird die Sprachgrenze durch den Pfynwald markiert. Im Bereich des Simplonpasses wurde die Grenze zum italienischen Sprachraum durch die vollständige Germanisierung Gondos von der Passhöhe zur Landesgrenze verschoben.
Französisch: 60%
Deutsch: 30%
Italienisch: 3%
Andere: 7%
Kantonale Amtssprachen sind das Französische und das Deutsche, kommunale Amtssprache entweder französisch oder deutsch.
(Quelle: wikipedia.de)
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Zinal, 1670 m./ü M. Ein nettes, kleines Bergdorf im äußersten Winkel des Val d'Anniviers. Ein weitaus weniger bekannter Ort, obwohl wunderbar gelegen mit traumhaftem Ausblick. Umringt von den Viertausender - Gipfeln des Weisshorn (4506 m) welcher der vierthöchste Gipfel Europas ist, Obergabelhorn (4063), Zinalrothhorn, Bishorn und Dent Blanche (4357 m), die zum greifen nahe erscheinen. Beeindruckend ist sicherlich auch der Zinalgletscher oberhalb des Dorfes, in dessen Inneres man nach einer zweistündigen Wanderung hineinsehen kann. Rund 300 km Wanderwege standen bereit, von uns erforscht zu werden.
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Wir wollten es wissen Ein Sommerurlaub samt Bergwandern so hoch in den Walliser Alpen reizte uns diesesmal. Wiedereinmal waren die Koffer schnell gepackt und nun stand ein Wanderurlaub an, der unsere Füße und meine Nerven auf eine harte Probe stellen sollte. Schon vor der Abfahrt kam es anders als geplant. Zur Information schauten wir uns nochmals einige Webcams der Region an und kamen zum Entschluß: Wintersachen einpacken! Schnee auf den Gipfeln bei nur 5 Grad in Zinal! Wohlbemerkt im Juli!
Obwohl schon Kurven und Spitzkehren erprobt, erwartete uns schon bei der auffahrt nach Zinal ein wahrer Nervenkitzel. Ein kurvenreiches Fahrvergnügen der ganz besonderen Art. Eine sehr kurvenreiche enge Straße erstreckte sich bis auf 1670 m vor uns.
Zwischen 1300 m und 1600 m Vorbei an den kleinen Ortschaften Pralong, Mottec, Ayer, Mission, Cuirney, La Combaz und Les Morands, bis man schließlich oben in Zinal angekommen ist und einen unbeschreiblichen Ausblick auf die vielen Viertausender und eine grandiose Gletscherlandschaft hat.
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Die nach dem Süden ausgerichtete touristische Region Sierre-Anniviers mit den an einer Hanglage gelegenen Dörfern Vercorin, Chandolin, St-Luc Vissoie, St-Jean Chandolin, Grimentz, Zinal sowie Ayer ist ein Ausgangspunkt für Sommer- und Wintersport. (Quelle: wikipedia.de)
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Hier nun mal einige Eindrücke, die wohl für sich sprechen
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| Zwischenzeitlich klarte es auf und die Sonne schien bei um 30 Grad. Jedoch war der Wind heftig und eisigkalt. Noch nie hatten wir bei solchen sommerlichen Temperaturen so eine Gänsehaut, die man hätte mit dem Beil abschlagen können.
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| Die ersten Wandertouren nahmen wir nun in Angriff. Die Wanderschuhe wollten genutzt werden.
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| Schaut man sich die Wegweiser mit den angegebenen Wanderzeiten an, überlegt man schon recht gut, welche Tour man auswählt. Mal ganz abgesehen von den Schwierigkeitsgraden der einzelnen Routen. Schließlich sind wir ja keine sonderlich geübte Bergwanderer.
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| Vorbei an rauschenden, wilden Wasserfällen, aber auch gefährlich steile und recht schmale Aufstiege erwarteten uns. Der Blick nach der linken Seite beim Aufstieg viel mir verdammt schwer, denn es ging schon einige hundert Meter steil runter bis ins Tal. Aber vor uns tat sich eine einzigartige Gebirgswelt auf und man hat einen herrlichen Blick auf das über 4500 m hohe Weißhorn.
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| Doch meine Nerven sollten noch auf eine harte Probe gestellt werden, als wir uns einem steil abstürzenden Bergbach mit einem kleinen, schmalem Steg aus zusammengenagelten Hölzern näherten, der nur auf dem Gestein aufgelegt, aber nirgends befestigt war. Ihn hieß es nun trockenen Fußes zu überqueren. Wie schon gesagt, mehrere Hundert Meter tief schoß das Wasser mit fürchterlichem Getöse über Felsen und loses Gestein steil ins Tal runter. Da war nix mit festhalten oder Geländer!
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| Ich habe lange überlegt wieder umzukehren. Schließlich war ich nicht lebensmüde und meine Höhenangst kroch mir wie ein schleimiger Blutegel über den Rücken. Doch mein innerer Schweinehund bekam einen riesen Anschiss von mir und ich erinnerte mich an schlimmere Situationen und wagte diesen Gang. Schmale, rutschige Pfade steil bergauf bis zum abwinken und kein Ende in Sicht. An den Felswänden befinden sich dicke Ketten und noch gefährlichere Passagen sind außerdem mit Stahlseilen abgesichert. Na ja, wie schon gesagt: "Route Difficile". Das hätte uns schon stutzig machen sollen!
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Überwindung |
"Route Difficile" |
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| Regen setzte ein und dichter Nebel zog urplötzlich herüber. Das war das Zeichen für uns rasch umzukehren. Ich war an diesem Tag nicht böse darüber.Der ewig lange Rückweg nach Zinal war nun unser Ziel!
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Sichtlich erleichtert nahm ich schließlich den Wegweiser wahr, der nur noch 35 min. bis Zinal anzeigte! Aber schön war's doch, wenn auch recht anstrengend!
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Trotz des wiedermal einsetzenden schlechtem Wetter war eine Wanderung zum Lac de Moiry, mit guter Sicht auf den Glacier de Moiry geplant.
Glacier de Moiry
Der Moirygletscher (französisch Glacier de Moiry) ist ein Gletscher im südlichen Talabschluss des Val de Moiry, einem Seitental des Val d'Anniviers. Der Gletscher in den Walliser Alpen ist 5 km lang, im Mittel etwa 1 km breit und bedeckt eine Fläche von ungefähr 5 km².
Seinen Ausgangspunkt nimmt der Moirygletscher an der Nordflanke des Grand Cornier auf rund 3800 m ü. M. Von hier fliesst er nach Norden, flankiert von der Pointe de Bricola (3658 m ü. M.) und der Tsa de l'Ano (3368 m ü. M.) im Westen sowie von den Bouquetins (bis 3627 m ü. M.) und der Pigne de la Lé (3396 m ü. M.) im Osten. Am Westfuss der Pigne de la Lé überwindet der Gletscher eine steile Felskante, sonst hat er eine relativ gleichmässige Neigung von 15 bis 20 %. Die Gletscherzunge befindet sich derzeit auf einer Höhe von 2400 m ü. M. Der Moirygletscher speist die Gougra, die im Lac de Moiry gestaut ist und danach in die Navisence mündet. Diese fliesst durch das Val d'Anniviers und erreicht bei Sierre die Rhône.
Im Hochstadium der Kleinen Eiszeit um die Mitte des 19. Jahrhunderts dehnte sich der Moirygletscher noch rund 1 km talabwärts aus. An einem Felshang östlich oberhalb des Gletschers steht die Cabane de Moiry, eine Hütte des Schweizer Alpenclubs auf 2825 m ü. M. Sie bietet eine sehr schöne Aussicht auf den ganzen Eisstrom.
(Quelle: wikipedia.de)
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Gebirgsblumen rund um den Lac de Moiry.
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Und für ganz wagemutige Bergwanderer ist hier mal eine wunderbare Seite:
www.christianengl.de
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