Mein Name ist Karin und ich bin das zweite Oberhaupt der Familie. Das erste Oberhaupt ist Lothar, mein Angetrauter seit mitlerweilen 40 Jahren, worauf wir auch stolz sind. Wir haben drei Kinder, drei Schwiegerkinder, inzwischen auch drei Enkelkinder und die Familie besitzt drei Hunde. Wie Ihr dieser Homepage entnehmen könnt, sind wir schon eine etwas ältere Ausgabe. Diese private Homepage habe ich erstellt, um unserer Familie, Freunden und anderen Interessierten einen kleinen Einblick in viele Jahre Bikerleben zu geben. Ich habe aus hunderten Fotos aus meinem privaten Sammelsurium mal einige ausgesucht, die ich allen Interessierten hier vorstellen möchte. Warum ich auf den Namen Bikerfamily kamDie 80.er Jahre waren für uns die Zeit der Familiengründung und somit war erstmal das Thema Motorrad vom Tisch. Für mich. Für meinen Angetrauten aber längst nicht und somit wurde 1994 dann doch endlich wieder Motorrad gefahren.
Eine Yamaha FZR 1000 3 LE stand schließlich in der Garage. Der Spaß konnte wieder beginnen. Schnell hatte man sich wieder an diese Freiheit gewöhnt, die das Motorradfahren wohl Jedem gibt.
Es folgten Tagesausflüge mit Kollegen, Wochenendfahrten und schließlich Urlaube mit dem Motorrad. Alles war wie früher. Super!
1996 meinte ich dann mal spaßeshalber, daß ich wohl auch Spaß hätte, selbst zu fahren. Zu dem Zeitpunkt konnte man mit der alten Klasse 3 auch endlich eine 125 cc fahren, was ich dann auch nutzte um meinen persönlichen Spaßfaktor auszutesten. Kurz und gut, bald war ich in der Fahrschule angemeldet. Nun gab es kein Zurück. Ich mußte nun zusehen, wie ich aus der Nummer wieder heile rauskam. Frau will sich ja auch keine Schlappe geben. Also startete ich noch im sogenannten reiferen Alter so richtig durch. Jedoch hatte Frau nicht mit den Tücken dieser Materie gerechnet. Mit welchem Bike sollte ich es aufnehmen? Die in der Fahrschule bereitgestellten Motorräder, wohl gehütet und mit Argusaugen vom Fahrschullehrer inspiziert, waren nun mal für um 1,50m große Frauen bei weitem nicht gedacht. Die Eine zu schwer, die Andere zuviel ccm, oder lag es etwa an der Höhe? Warum um alles in der Welt denkt denn kein Hersteller mal an uns Frauen. Natürlich lag es an der Höhe der Maschinen, die von kleinen Japanern mit dem Gardemaß von auch nur 1,50 m hergestellt werden. Da blieb nichts Anderes übrig, als die Honda CB 500 extra für mich paßgerecht zu machen. Den Sitz abspecken, etwas tieferlegen, schon klappte es mit der Bodenhaftung. Und siehe da, allen Unkenrufen zum Trotz, ich bestand die Prüfung auf Anhieb. Ich hatte ihn, den 1A! Lebertran für mein Ego!
Angefangen habe ich mit der nun wirklich gutmütigen, unkaputtbaren 600 Yamaha XJ Diversion ( 600 Yamaha XJ Diversion). Für mich war es zu der Zeit der Knaller überhaupt, da sie sich nun mal ja auch- gerade für Anfänger- super fahren läßt. Frau konnte es gar nicht fassen, dieses Teil selber unter dem Solaplexus zu spüren, der nun wieder auf einem abgespeckten Sitz Platz nahm. Doch auch die restlichen Tücken des Motorradfahrens lernte ich anfangs schnell kennen. Ich würde nicht die Wahrheit sagen, wenn ich behaupten würde, sie wäre mir niemals umgefallen! Frage, wer macht diese verflixten, heimtückischen Löcher in den Asphalt, in die man reintritt wenn man an der Straße anhält? Anfangs kam es mir so vor, als hätte sie Jemand extra in meine Tourenplanung einbezogen. Ich sehe euch männliche Kraftpakete schon grinsen. Aber das stört mich nicht im Geringsten. Wie oft habt ihr euch schon, - wenn ihr euch unbeobachtet fühltet -, etwas ungeschickt angestellt? Es sollte doch Jeder dazu stehen. Ich habe schon 1,90m große Männer gesehen, denen das passiert ist. Ich war mir auch nie zu schade, mal um Hilfe zu bitten, wenn es mit dem schieben nicht ganz klappte. Wo ist das Problem? Nach einigen dieser heimtückischen Anschläge auf mein Ego, war ich nun bereit für Größeres. Schon bald fuhr ich dann auch die Yamaha FZR 1000 meines Gatten, der sich schon mal voller Gottvertrauen als mein Sozius begnügte. Der große Vorteil der Yamaha FZR 1000 ist die geringe Sitzhöhe von 78cm. Da hatte wohl mal Jemand wirklich nachgedacht! Somit war für mich eine gute Sitzposition vorgegeben. Endlich mal ohne abzupolstern.
Es folgten nun viele Fahrten und pro Jahr sammelten sich schließlich um die 20.000 Kilometer an.
Die meisten davon auf Wochenendausfahrten im Schwarzwald, Rhön, der Eifel oder dem Sauerland. Oder eben in längeren Urlauben in der Schweiz, Österreich oder Italien.
Zwei unserer Kinder bekamen nun auch Geschmack am Benzingeruch und schon meldeten sich unser Sohn, seine Verlobte und unsere Tochter auch in der Fahrschule an. Somit erweiterte sich der Familienbikerkreis um drei Mitglieder. Nun standen in der Garage 1 Yamaha FZR 1000 3LE, 1 Yamaha XJ Diversion 600, 1 Honda CBR 600 und 2 Suzuki GS 500 E. Langsam wurds eng. Schon stand von da an das Auto vor der T ür, dafür war nun kein Platz mehr in der Garage! Nun ging der Spaß erst richtig los. Zu uns gesellten sich in kürzester Zeit viele Motorradkollegen, mit denen wir gemeinsame Fahrten und auch Urlaube unternahmen. So ergab es sich , daß wir mit bis zu 10 Motorrädern in Urlaub fuhren. Unser spezielles Urlaubsgebiet war wiederum Schweiz, Österreich, Italien. Manch Einer wird sich nun fragen, warum denn nun immer dort? Ganz klar! Für uns gibt es nirgends schönere Pässe, schönere Landschaften und schöneres Wetter. Aber auch bei uns lief nicht immer Alles rund. Im Jahr 2001 (zer)legte Lothar die 1000 Yamaha in 90 Grad Ruhelage. Ein perfekter Highsider ( Highsider), wie aus dem Bilderbuch. Gott sei es gedankt, meinem Gatten ist nicht viel passiert! 1 Rippe gebrochen, Schlüsselbein ebenso, diverse Prellungen und Abschürfungen. Reicht schon, gell!
Aber der Benzingeruch in der Nase ist stärker und so stand nach kurzem Durchatmen sofort eine Yamaha YZF R1 auf der Laderampe, sprich Garagenstellplatz.
40 Jahre Schraubererfahrung kamen nun zum Einsatz.
Auch unser Sohn war inzwischen auf Yamaha YZF R1 umgestiegen. Da stach mir seine Honda CBR 600 ins Auge und schon war ich ihr stolzer Besitzer. Ich muß sagen, daß ich das bis heute noch nicht bereut habe. Dieses Motorrad liegt mir so gut wie ein gut eingelaufener Schuh. Natürlich auch erst, nachdem der Sitz abgepolstert, Heck und Gabel 15mm tiefergelegt waren! Wie sollte es auch anders sein! Von unseren Neuerwerbungen ermutigt holte sich unsere Schwiegertochter Nicole dann nach zwei Jahren Fahrzeit mit der Suzuki GS 500 E, die Yamaha YZF R6. Da sie auch, genau wie ich, unter die Rubrik "Dackelgröße" fällt, mußte auch bei der R6 umgebaut werden. Fix wurde das originale Federbein gegen eines von WidthPower ( WidthPower), 20mm tiefer, ausgetauscht. Dazu die passenden Gabelfedern, progressiv gewickelt.
Bedingung war aber auch, die R6 vorerst auf 98 PS zu drosseln! Das war auch gut so.
Im ersten Urlaub mit unseren Neuerwerbungen kam es für sie zum ersten Crash. Bereits im Schwarzwald, auf der Hinfahrt nach Innertkirchen in der Schweiz, war die Kurve schneller für sie da, als wohl erwartet. Zum Glück ist nicht viel passiert. Sie war nur etwas blasser als sonst. Am Motorrad einige ärgerliche Kleinigkeiten eben, wie ganz typisch, der Bremshebel und einige Schrammen.
Das sollte unsere Freude am bevorstehenden dreiwöchigen Urlaub nicht schmälern. Die nächste Werkstatt angefahren, Neuteile montiert und weiter ging die Fahrt gen Süden.Es sollten noch viele mehr oder weniger unbeschwerte Biker- Jahre werden!
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