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August/September 2007

3 Wochen Urlaub im Valle di Blenio im nördlichen Tessin

 

Wiedermal ab in die Sonnenstube der Südschweiz

Nahe des Lukmanierpasses (1914m)liegt der kleine Ort Aquila mit 779 M.ü.M und nur 495 Einwohnern, den man zwangsläufig durchfährt, um zum Lukmanierpass zu gelangen. Das südlich ausgerichtete Bleniotal, auch Valle del Sole (Sonnental) genannt, reicht von Biasca bis hin zum Lukmanier, der eigendliche Ursprung des Bleniotales, und wird vom Talfluss Brenno mit seinen 20 km naturbelassenem Flußbadestrand bis zu seiner Mündung in Biasca durchzogen.

 

 


Auf 1010 m hatten wir unsere Unterkunft. Respektive in "Aquila Pinadee'",ein Weiler oberhalb vom Hauptort Aquila. Fast unscheinbar liegt die Einbiegung zu den Weilern und fast fährt man daran vorbei. Ersteinmal eingebogen erstreckt sich vor einem eine recht schmale einspurige Strasse. Schon die Fahrt hinauf nach "Aquila Pinadee'" ist ein einziger Spaß. Die recht schmale Straße schlängelt sich 2,3 km hinauf bis auf 1010 m. Schon eine echte Herausforderung für unsere 3 stark beladenen PKW. 2 davon mit Hänger, beladen mit 5 Motorrädern- nun bloß kein Gegenverkehr - das wäre fatal, da keine wirklich annehmbare Möglichkeit zum ausweichen wäre. Nach mehreren scharfen Kehren immer steil bergauf liegt schließlich "Ponte Aquilesco" vor einem, aber noch ist kein Ende der schmalen Strasse abzusehen und nach wiederum mehreren Kehren hat man schlußendlich auf 1010m Höhe "Aquila Pinadee'" erreicht. Dort scheint die Welt zu Ende zu sein, denn es geht nunmehr nur noch "per Pedes", soll heißen, zu Fuß weiter in ein Schutzgebiet. Rings um uns herum war Wandergebiet, das zu erkunden wir auch bereit waren. Man muß ja nicht 3 Wochen lang seinen Hintern auf der Sitzbank des Motorrades platt drücken.

 

Oben angekommen erwartete uns eine Überraschung. Der kleine Ort bestand aus etwa 10 Häusern, zur Zeit mehr oder weniger bewohnt, mehrere Ställe und eine kleine Kapelle direkt hinter unserem Haus. Im "Haus Severino", 150 qm auf 3 Etagen hatten wir genügend Platz. Das hörte sich doch gut an. Wir waren letztendlich mit 6 Erwachsenen und Enkelkind Miguel, die untergebracht werden wollten.

 

Eine ungewohnte Ruhe umgab uns dort oben und man konnte fast den Flügelschlag der Schmetterlinge hören. Das sollte sich nach unserer Ankunft mit den Bikes wohl ändern...
So lange brauchten wir gar nicht erst warten, denn der Lukmanierpass liegt vis a vie und man konnte gut jeden einzelnen schrillen Ton aus den Auspuffrohren der von dem nahegelegenen Olivone aus hoch und runterfahrenden Bikes hören.


 


Das Haus erwies sich tatsächlich als recht geräumig, sauber und rustikal eingerichtet. Ja, es wurde uns viel für unser Geld geboten!
Das Wetter hielt sich ganz passabel und die ersten Motorradtouren waren geplant.


Vom Lukmanierpass aus hatten wir einen guten Einblick auf die tatsächliche Höhe auf der unsere Unterkunft lag. Vor unserer Haustür stand ein Wegweiser der Wanderwege zu den einzelnen Orten. Gemütlich eingerichtet war das Haus. Wir konnten nicht ahnen, daß das Wetter umschlagen würde und wir den Kamin an so manchen Tagen verdammt gut gebrauchen würden. Der Regen kam und der einzige der sich darüber freute war Miguel- er konnte seine neuen Gummistiefel endlich ausprobieren.

 

 

Zwischenzeitlich klarte es ein wenig auf und nun konnte endlich durchgestartet werden zu eizelnen Touren. Jedoch fuhren erstmal nur die Männer, denn wir hatten keine Lust auf den Pässen in den nächsten Schauer zu geraten. Überall war das Wetter nicht beständig, so auch leider in der Schweiz. Wir sollten Recht behalten!

 

 

 

Nach einigen heftigen Regenschauern konnte der Urlaub nun doch endlich mit schönem Wetter beginnen und die ersten gemeinsamen Tagestouren waren angesagt.

 

 

 

Schließlich war auch eine 3 Tages- Tour unsere Männer geplant und so zogen sie los mit Zelt und Luftmatratze Richtung Martigny (476m), an deren Talausgang der Drance - zwei Quellflüsse (Drance de Bagnes und Drance d' Entremont), die den Gletschern des Grand Combin Massives entspringen und bei Martigny schließlich in die Rhone fließen -die bekannten Alpenpässe Simplon, grosser Sankt Bernhard und Forclaz zusammentreffen. Auf einen Campingplatz wollten sie ihr Lager für die nächsten drei Tage aufschlagen.

 

 

Frauen allein zu Haus- Wir entspannten auf unserer Alm - wie wir sie nannten- und genossen die Ruhe.

 

 

Sie hatten uns viel zu erzählen, als sie wieder bei uns ankamen. Schon auf der Hinfahrt nach Martigny fingen nämlich die ersten Problemchen an...Eddys Bremsen waren das Problem - also, eine kleine Reparatur unterwegs ließ sich nicht vermeiden! Aber auch begeisterte Eindrücke brachten sie mit zurück..

 

 

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Album

 

 

Col du Pillon
Col du Pillon
Col du Pillon Passhöhe

Der Col du Pillon ist ein Schweizer Pass, der die Verbindung zwischen dem Rhonetal mit Martigny und dem Thunersee herstellt.
Mit der imposanten Seilbahn GLACIER 3000 fährt man hinauf auf die Diablerets-Gletscher.

Wo sich sonst die Biker tummeln, fand an diesem Tag jedoch ein ganz besonderes Treffen statt.

 

Typisch Männer...

Nicht nur wegen des Kurvenspasses stieg bei den Männern sowohl der Melantonin als auch der Adrenalinpegel! Kaum daß ein schwarzes Pferd auf rotem Grund erscheint treten immer die selben Symthome auf! Aber wenn unser Adrenalinpegel an den Schuhgeschäften steigt, ziehen sie UNS schnell vorbei!


 

Col du Pillon

Allen sollte es gerecht werden

Wandern, Schwimmen und auch ein Tag im Valle Verzasca waren angesagt. Valle Verzasca

Einen Abstecher ins Verzasca Tal ist ein absolutes MUß. Lavertezzo mit seinem grünen Bachbett ist immer wieder faszinierend. Valle Verzasca

Die alte, aus dem 17. Jahrhundert stammende Brücke "Ponte dei Salti" mit den zwei bekannten Bögen, oder die stark ausgewaschenen, riesigen Felsen, die entlang des Bachbettes zu finden sind, lohnen den Weg dorthin.

Valle Verzasca Das Verzasca Tal ist wohl eines der beeindruckendsten Täler des Tessin mit seinen wilden, urwüchsigen Hängen und etlichen Wasserfällen. Das Tal liegt nördlich des Lago Maggiore und erstreckt sich zwischen dem Laventina und Maggiatal. Valle Verzasca
Erfreut ist man auch immer wieder, nette Biker aus heimatlichen Gefilden anzutreffen.

 

 

Video Valle Verzasca
5,89 MB
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Album Valle Verzasca

 

Ausführlicheres über das Verzasca Tal findet ihr auf: www.schweizerseiten.ch

 

Aber auch Shoppen war angesagt

Mailand mit seiner einzigartigen Metropole ist genau der richtige Ort dafür.

Die als Industriemetropole bedeutentste Stadt Norditaliens an der Poebene, unter Anderem für Mode und Design, ist immer ein Besuch wert. Nicht nur für kaufwütige Frauen, sondern auch - oder erst recht- wegen ihrer Sehenswürdigkeiten. Imposant ist vor Allem der Mailänder Dom (Duomo Santa Maria Nascente) im italienisch gotischem Stil oder die Mailänder Skala.
Ein kleiner Wermutstropfen begleitet den Touristen allerdings auf Schritt und Tritt! Freundliche Menschen, die- ob man will oder nicht- einem mehr als aufdringlich eine Handvoll Taubenfutter aufzwingen und an der Hand zerren um anschließend dafür noch Entgeld zu verlangen, was man nicht immer bereit ist zu geben. Nach fast endloser Diskussion und bösen Beschimpfungen kann man ihnen dennoch entkommen...
Da shoppe ich doch eher im bekannten Outlet- Einkaufszentrum "FOXTOWN" in Mendrisio bei Locarno. Bei schlechtem Wetter der Geheimtipp überhaupt! Internationale Marken zu Fabrikpreisen mit bis zu 50% Rabatt kann Frau dort erwerben. (Kleiner Tipp von mir: Laßt die Männer daheim!) Wer es noch nicht kennt, hier geht es zu ihrer Homepage www.foxtown.ch

 

Der Urlaub neigt sich dem Ende zu. Nochmal die letzten Tage durch Bellinzona bummeln oder ab in die Natur...

 

Ein letztes gemeinsames Mittagessen und dann wird aufgepackt.

 

 

Warten auf die Schlüsselabgabe und ich denk so bei mir:
Drei Wochen gehen doch verflixt schnell rum!

 

 

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